Arbeitskreis Studium Populärer Musik e.V.
     

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(Populäre) Musik vermitteln... aber wie? - Workshop zur Gestaltung von wissenschaftlichen Seminaren
14.-15.9., Universität Osnabrück

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Doch welchen Weg soll man bei der Vielzahl von Möglichkeiten beschreiten? Vor dieser Schwierigkeit stehen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler häufig, wenn es darum geht, erste Lehrverpflichtungen wahrzunehmen, sprich Seminare zu gestalten. Außer den allgemeinen hochschuldidaktischen Veranstaltungen gibt es speziell für die Gestaltung von Seminaren mit wissenschaftlichen Inhalten zum Thema „(populäre) Musik“ praktisch keine Hilfestellungen. Es bleibt einzig der Sprung ins kalte Wasser. Der Workshop möchte ein erster Schritt sein, dieses Vakuum zu füllen: im gemeinsamen Austausch über Lehre und Lehrerfahrungen sowie im Aufzeigen von Möglichkeiten der Vermittlung anhand konkreter Beispiele.

Alle ASPM-Mitglieder (und diejenigen, die es noch werden wollen) sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich bis spätestens zum 14. August 2011 anzumelden. Der ASPM erhebt für die Teilnahme am Workshop eine Gebühr in Höhe von 5 Euro, um die Kosten für Getränke und Gebäck zu decken, die vor Ort bar gezahlt wird. Der ASPM kann evtl. anfallende Reise- oder Übernachtungskosten leider nicht übernehmen. Auf Wunsch kann jedoch bei der Suche nach einer geeigneten Unterbringung geholfen werden.

Anmeldungen und Fragen richten Sie bitte an Dr. Ildikó Keikutt-Licht.

ASPM schreibt 2012 erneut Förderpreis für junge Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der populären Musik aus

Zum dritten Mal schreibt der Arbeitskreis Studium Populärer Musik e.V. (ASPM) einen Förderpreis für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den besten deutschsprachigen Aufsatz aus dem Gebiet der Erforschung der populären Musik aus und lädt den wissenschaftlichen Nachwuchs herzlich zur Teilnahme ein.

Thematisch und methodisch sind keine Grenzen gesetzt, so lange sich die Aufsätze mit populärer Musik im weiteren Sinne (d.h. auch Jazz, Schlager, Musical…) befassen. Die Jury des Preises, die aus dem Wissenschaftlichem Beirat des ASPM besteht, bewertet vor allem die innovative, originelle Thematik, die einwandfreie Methodik und die ansprechende sprachliche Form der Texte. Voraussetzung für eine Berücksichtigung ist, dass die Artikel bisher noch nicht veröffentlicht wurden und dem ASPM das Erstveröffentlichungsrecht eingeräumt wird. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten sich noch in der Qualifikationsphase (ab BA bis frühe Postdoc-Phase) befinden. Die Mitgliedschaft im ASPM ist keine Voraussetzung für die Bewerbung; gleichwohl richtet sich diese Ankündigung auch an den Nachwuchs in den eigenen Reihen.

Das Preisgeld für den ersten Platz beträgt 300 Euro. Die Artikel der ersten drei Platzierten werden veröffentlicht; alle Preisträger erhalten eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft im ASPM. Formal sollten sich die eingereichten Beiträge an den Vorgaben für die Online-Zeitschrift Samples orientieren (www.aspm-samples.de, >Hinweise für Autoren) und maximal 15 Seiten Umfang aufweisen. Bitte fügen Sie Ihrer Einsendung auch einen Lebenslauf mit wissenschaftlichem Werdegang bei. Berücksichtigt werden alle den Kriterien entsprechenden Artikel, die den ASPM bis zum 1. Juni 2012 als E-Mail-Anhang erreichen.

Einsendungen und Fragen richten Sie bitte an Dr. André Doehring, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen, Karl-Glöckner-Str. 21 D, 35394 Gießen, E-Mail: André Doehring. Informationen zum ASPM finden Sie unter www.aspm-online.de. Die in den Vorjahren prämierten Beiträge sind unter www.aspm-samples.de publiziert.

Einladung zum 3. ASPM-Nachwuchsworkshop am 28. April 2012


Der Arbeitskreis Studium Populäre Musik e.V. (ASPM) hat sich zum Ziel gesetzt insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und zu fordern. Aus diesem Grund veranstaltet der ASPM für alle Nachwuchswissenschaftler/innen am 28. April 2012 einen Workshop an der Leuphana Universität in Lüneburg.

ASPM-Mitglieder (und diejenigen, die es noch werden wollen), die derzeit an einer Master-, Magister-, Diplomarbeit, Dissertation oder ähnlichen Qualifizierungsarbeiten mit popmusikalischem Bezug schreiben bzw. diese vor kurzem fertig gestellt haben, sind herzlich eingeladen ihre (bisherigen) Ergebnisse und im Laufe der Arbeit aufgetretenen Probleme im Rahmen des Workshops vorzustellen und zu diskutieren. Ziel ist es, in einem kleineren und informelleren Rahmen erste Erfahrungen in der Präsentation eigener wissenschaftlicher Ergebnisse zu sammeln und ‒ für diejenigen, die bereits über erste Erfahrungen verfügen ‒ die Möglichkeit einer intensiven kritischen Auseinandersetzung mit selbigen zu schaffen. Darüber hinaus bietet der Workshop die Gelegenheit sich mit Nachwuchswissenschaftler/innen, die sich in einem ähnlichen Lebensabschnitt befinden und die jeweiligen spezifischen (Arbeits-)Probleme kennen, jenseits der eigenen Hochschule auszutauschen und zu vernetzen.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2010. Bitte geben Sie auch an, welche technischen Hilfsmittel Sie für Ihre Präsentation benötigen. Der ASPM erhebt für die Teilnahme am Nachwuchsworkshop eine Gebühr in Höhe von 10 €, um die Kosten für Getränke und Mittagsbüffet zu decken. Diese wird vor Ort in bar gezahlt. Auf Wunsch stellt der ASPM eine Teilnahmebestätigung aus. Der ASPM kann evtl. anfallende Reise- oder Übernachtungskosten leider nicht übernehmen. In Campusnähe sind jedoch günstige Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Auf Wunsch kann bei der Suche nach einer geeigneten Unterbringung unterstützt werden.


Geschichte wird gemacht. Zur Historiographie populärer Musik


23. Arbeitstagung des Arbeitskreis Studium Populärer Musik e.V.

in Kooperation mit der Universität Basel, Institut für Musikwissenschaft

23.-25. November 2012, Institut für Musikwissenschaft, Universität Basel

Popgeschichte ist omnipräsent: Tagtäglich senden Oldie-Radios vergangene Musik, werden alte Schallplatten wiederveröffentlicht, erscheinen Bücher über frühere Ereignisse und Zeiten, bringen Magazine rückblickende Artikel oder ganze Schwerpunkte, strahlen Fernsehsender antiquierte Konzerte und Beiträge aus, publizieren alte und weniger alte Popstars ihre Memoiren wie überhaupt riesige Sammlungen von vergangenheitsbezogenem Material zusammengetragen werden, sei es im Internet oder in Archiven. Und nicht nur das. Die Vergangenheit ist in den Klängen selbst präsent: Eine Retrowelle jagt die andere, Sampling und Cover-Versionen zitieren frühere Musik herbei, heutige Produktionen erweisen ehemals aktuellen Genres ihre klangliche Referenz, Vorläufer und Vorbilder werden beschworen, Traditionslinien gezogen. Demgegenüber hat sich die Popularmusikforschung vergleichsweise wenig um die Geschichte ihres Gegenstands gekümmert, zumindest nicht in explizit historiographischer Absicht.

Doch damit sind sogleich grundlegende Schwierigkeiten auf den Plan gerufen, denn was „die“ Geschichte sei - oder handelt es sich, nach den dekonstruktivistischen Ansätzen poststrukturalistischer Theorien, nicht eher um viele Geschichten? - und worin deren Gegenstände bestehen sollen, ist alles andere als klar. Allgemein ist zu reflektieren, nach welchen Kriterien Vergangenes je ausgewählt, angeordnet, verknüpft, interpretiert und dargestellt wird. Spezifisch ist danach zu fragen, welche methodischen Herausforderungen eine Historiographie populärer Musik, die weder auf wissenschaftliche Fundiertheit noch auf Angemessenheit gegenüber ihrem Gegenstand verzichtet, dabei zu berücksichtigen hat.

Bei solchen Fragen soll die Tagung ansetzen, ohne jedoch in derlei theoretisch-fachlichen Selbstumkreisungen oder methodologischen Trockenübungen steckenzubleiben. Neben der Reflektion solcher methodischen Überlegungen lädt die Tagung ein, die Historiographie populärer Musik im Rahmen folgender Problemfelder zu diskutieren:

- vom Nutzen und Nachteil historischer Narrative (z.B. Fortschritt, Innovation, Stil, Epoche, Tradition, Mythos, Kausalität, Kontingenz etc.);
- die geschichtsbildende Macht von Institutionen und Instanzen (z.B. Medien, Hochschulen etc. sowie Kanon, Startum, Fantum etc.);
- populäre Musik in klassischen (Archiv, Bibliothek) und neuen Wissensspeichern (Internet, Datenbanken);
- Popgeschichte(n) aus nationaler, regionaler und lokaler Perspektive;
- Geschichte aus Perspektive des „Anderen“ (z.B. Sexualität, Gender, Ethnie, Kolonialismus etc.);
- die Historizität popularmusikalischer Formen, Strukturen und Klänge (z.B. Sampling, alte Instrumente/Technologien in neuer Verwendung, Cover - Zitat - Allusion etc.);
- Historisierung ohne historiographische Absicht (z.B. Biographien, Autobiographien, PR-Texte von Plattenfirmen, Rezensionen etc.).