Arbeitskreis Studium Populärer Musik e.V.
     

Home

ASPM

Info-Archiv
Publikationen
Lehrveranstaltungen
MA-Studiengänge
ASPM-Workshops
Tagungskalender
Archiv der ASPM-Tagungen
Links

Kontakt &Impressum


Unser Online-Magazin:
SAMPLES
www.aspm-samples.de

Call for Papers: Geschichte wird gemacht. Zur Historiographie populärer Musik


23. Arbeitstagung des Arbeitskreis Studium Populärer Musik e.V.
in Kooperation mit der Universität Basel, Institut für Musikwissenschaft

23.-25. November 2012, Institut für Musikwissenschaft, Universität Basel

Popgeschichte ist omnipräsent: Tagtäglich senden Oldie-Radios vergangene Musik, werden alte Schallplatten wiederveröffentlicht, erscheinen Bücher über frühere Ereignisse und Zeiten, bringen Magazine rückblickende Artikel oder ganze Schwerpunkte, strahlen Fernsehsender antiquierte Konzerte und Beiträge aus, publizieren alte und weniger alte Popstars ihre Memoiren wie überhaupt riesige Sammlungen von vergangenheitsbezogenem Material zusammengetragen werden, sei es im Internet oder in Archiven. Und nicht nur das. Die Vergangenheit ist in den Klängen selbst präsent: Eine Retrowelle jagt die andere, Sampling und Cover-Versionen zitieren frühere Musik herbei, heutige Produktionen erweisen ehemals aktuellen Genres ihre klangliche Referenz, Vorläufer und Vorbilder werden beschworen, Traditionslinien gezogen. Demgegenüber hat sich die Popularmusikforschung vergleichsweise wenig um die Geschichte ihres Gegenstands gekümmert, zumindest nicht in explizit historiographischer Absicht.

Doch damit sind sogleich grundlegende Schwierigkeiten auf den Plan gerufen, denn was „die“ Geschichte sei - oder handelt es sich, nach den dekonstruktivistischen Ansätzen poststrukturalistischer Theorien, nicht eher um viele Geschichten? - und worin deren Gegenstände bestehen sollen, ist alles andere als klar. Allgemein ist zu reflektieren, nach welchen Kriterien Vergangenes je ausgewählt, angeordnet, verknüpft, interpretiert und dargestellt wird. Spezifisch ist danach zu fragen, welche methodischen Herausforderungen eine Historiographie populärer Musik, die weder auf wissenschaftliche Fundiertheit noch auf Angemessenheit gegenüber ihrem Gegenstand verzichtet, dabei zu berücksichtigen hat.

Bei solchen Fragen soll die Tagung ansetzen, ohne jedoch in derlei theoretisch-fachlichen Selbstumkreisungen oder methodologischen Trockenübungen steckenzubleiben. Neben der Reflektion solcher methodischen Überlegungen lädt die Tagung ein, die Historiographie populärer Musik im Rahmen folgender Problemfelder zu diskutieren:

- vom Nutzen und Nachteil historischer Narrative (z.B. Fortschritt, Innovation, Stil, Epoche, Tradition, Mythos, Kausalität, Kontingenz etc.);
- die geschichtsbildende Macht von Institutionen und Instanzen (z.B. Medien, Hochschulen etc. sowie Kanon, Startum, Fantum etc.);
- populäre Musik in klassischen (Archiv, Bibliothek) und neuen Wissensspeichern (Internet, Datenbanken);
- Popgeschichte(n) aus nationaler, regionaler und lokaler Perspektive;
- Geschichte aus Perspektive des „Anderen“ (z.B. Sexualität, Gender, Ethnie, Kolonialismus etc.);
- die Historizität popularmusikalischer Formen, Strukturen und Klänge (z.B. Sampling, alte Instrumente/Technologien in neuer Verwendung, Cover - Zitat - Allusion etc.);
- Historisierung ohne historiographische Absicht (z.B. Biographien, Autobiographien, PR-Texte von Plattenfirmen, Rezensionen etc.).

Wie immer sind daneben alle Mitglieder (und solche die es werden wollen) herzlich aufgefordert, ihre aktuellen Forschungen unabhängig vom Schwerpunktthema in freien Beiträgen vorzustellen. Referatsvorschläge in Form eines 1-seitigen Abstracts bitte an unsere Geschäftsstelle (Dr. Alenka Barber-Kersovan, Ahornweg 154, D-25469 Halstenbek, aspm@aspm-online.org). Unter dieser Adresse erhalten Sie auch weitere Informationen zur Organisation.

Deadline für freie Beiträge sowie Beiträge zum Schwerpunkt: 31. Januar 2012.


 

Lehrveranstaltungen online

Die Lehrveranstaltungsübersicht für das Sommersemester 2011 ist nun online.